Panoramalift Berchtesgaden Bahnhof - Ortszentrum

04. September 2020, 18:00 Uhr von Richard Fuchs

Ist ein Personenlift ein System des ÖPNV? In einem normalen Wohnhaus kann das wohl verneint werden. Wenn der Lift aber entlang einer Bergwand geführt wird und wie in Berchtesgaden, der Bahnhof mit dem Ortszentrum verbunden wird, sehr wohl.

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Thesenpapier zu einer neuen Idee - Zubringer zum Bahnhof

Ist ein Personenlift ein System des ÖPNV? In einem normalen Wohnhaus kann das wohl verneint werden. Wenn der Lift aber entlang einer Bergwand geführt wird und Stadtteile oder, wie in Berchtesgaden, der Bahnhof mit dem Ortszentrum verbunden wird, sehr wohl. Die Idee, vom Zentrum des Marktes Berchtesgaden direkt zum Bahnhof zu gelangen, ist schon relativ alt und einfach logisch. Mit dem Taborlift in Steyr gibt es jetzt ein kostengünstiges Vorbild. Damit kann nun ein konkretes Projekt von den Verkehrsinitiativen Verkehrsforum Berchtesgadener Land und "Die Rote Elektrische" Salzburg vorgeschlagen werden, was hiermit geschehen soll.

Die Visualisierung des 30 Meter hohen Liftes zwischen dem Bahnhofsgelände und dem Restaurant Akropolis war als Idee bereits 1997, als der TramTrain-Triebwagen von der Saarbahn in Berchtesgaden war, im Raum. Der Tabor-Lift in Steyr zeigt, wie das aussehen kann.

Vorbild Taborlift in der Stadt Steyr

Seit kurzem gibt es ein perfekt gelungenes Vorbild, den Taborlift in der Stadt Steyr. Vom hochgelegenen Stadtteil Tabor bzw. dem dort befindlichen Stadtfriedhof erreicht man in nicht einmal zwei Minuten die Altstadt von Steyr. Dieser Panoramalift erspart den Bewohnern am Tabor fast 300 Stufen Fußweg oder über eine Viertelstunde mit dem Stadtbus Linie 4. Der für 25 Personen zugelassene Personenlift kann kostenlos benützt werden und ist fast ständig ausgelastet. Durch die kurze Fahrzeit von knapp zwei Minuten ist auch das Warten auf die freie Kabine immer noch kürzer, als die Busfahrt oder gar der Fußweg.

Der Zugang zum Taborlift in Steyr, der kostenlos benützt werden kann, ähnelt in der Talstation der Eingangshalle eines Geschäftshauses, allerdings über einen Zugang im Stollen. Außen an der Felswand ist der Lift relativ unauffällig!

Eine kleine Sensation sind die wirklich geringen Gesamtbaukosten von 2,7 Millionen Euro. Der Lift selbst kostete lediglich 300.000 Euro. Die Ableitung der Abwässer kosteten 400.000 Euro und der Rest fielen auf Planung und den Ausbruch der Kaverne der Talstation bzw. des Schachtes im Berg. So hat der Taborlift in Steyr eindeutig Vorbildcharakter für andere Städte, wie z.B. Berchtesgaden!

Der Zugang an der Bergstation ist ein Panoramasteg zum freistehenden Liftturm. Er ist selbst eine Attraktion, bietet er nämlich einen besonderen Ausblick in die Landschaft.

Blick auf den Watzmann von Berchtesgaden aus.

Vorbild für Berchtesgaden vom Bahnhof zum Markt

Der Höhenunterschied am Tabor in Steyr ist mit 35 Metern durchaus vergleichbar mit den rund 30 Metern in Berchtesgaden. Dieser Lift geht vom Berchtesgadener Bahnhof, bei der Baywa hinauf zur „Akropolis“, nicht in Athen, sondern zum griechischen Restaurant in Berchtesgaden Maximilianstraße. Auch wenn die Kapazitäten beim Lift, aufgrund der Reisekoffer, Rollatoren und Fahrräder und der schubweisen Nachfrage aufgrund der Ankunft der Züge, für 30-40 Personen, in Berchtesgaden höher als in Steyr sein dürfte, könnte der Panoramalift durchaus relativ bauartgleich mit dem Vorbild in Steyr sein

Positionierung des Panoramaliftes Berchtesgaden zwischen Bahnhof und der Maximilianstraße beim Restaurant "Akropolis".

In Berchtesgaden würde der Lift unmittelbar in der Nähe des Bahnhofs beginnen. Daher ist auch mit Touristen mit großen Reisekoffern zu rechnen, die im „Pano-Lift“ Platz finden müssen. Wie der Lift in Steyr zeigt, kann der Lift völlig unauffällig zwischen Bäumen und Sträuchern „versteckt“ werden, zumindest im unteren Bereich.

Es muss nicht immer jedes Bauwerk pompös sein. Funktionalität genügt manchmal völlig.

Die Neue Königsseebahn bringt die Urlaubsgäste

Selbst wenn der Weihnachtsmarkt Gäste aus Salzburg anlocken soll, wird das nur mit einer Bahn gelingen, der Neuen Königsseebahn. Dann kommt dem Bahnhof Berchtesgaden, der dann auch nicht mehr Endbahnhof sein wird, eine wesentlich gewichtigere Bedeutung als heute zu. Mit dem „Pano-Lift“ kommt man vom Zug der Königsseebahn zum Franziskanerplatz bequem und zu Fuß in rund 5 Minuten. Mit der Neuen Königsseebahn kommt man über Marktschellenberg und Anif in 40 Minuten ins Zentrum der Mozartstadt Salzburg. „Pano-Lift“ und „Neue Königsseebahn“ sind zusammen das Mobilitätskonzept der Zukunft zwischen Salzburg, Berchtesgaden und Königssee!

Die Neue Königsseebahn der Regionalstadtbahn Salzburg verbindet die Mozartstadt mit Berchtesgaden und der Königssee-Region. Die TramTrain-Züge, wie die Saarbahn bereits 1997 gezeigt hat, kommen durch den Tunnel in Berchtesgaden [Foto Mitte] oder von Freilassing - Bad Reichenhall über Bischofswiesen [Foto rechts]. Dem Bahnhof Berchtesgaden kommt dabei größte Wichtigkeit zu und dem Panorama-Lift der Zugang zum Ort.

Der Panoramalift Berchtesgaden ist eine gemeinsame Idee der Verkehrsinitiativen Verkehrsforum Berchtesgadener Land und Rupertiwinkel, sowie Verein "Die Rote Elektrische" Salzburg. Mit der Neuen Königsseebahn ist er eine Maßnahme zum Umweltschutz!

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