Ehrung LH Josef Klaus – Urvater des Verkehrschaos

17. August 2020, 14:00 Uhr von Richard Fuchs

Mit der Zerstörung der Südlinie Salzburger Lokalbahn 1953 und der Ischlerbahn 1957 hat Landeshauptmann Klaus den Grundstein für das Straßenchaos gelegt. Landeshauptmann Dr. Josef Klaus gilt als der „Urvater vom Verkehrschaos in der Stadt“.

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Presseinformation 17. August 2020

Grundsätzlich ist es gut und wichtig, wenn an das Wirken von Politikern gedacht wird. Denkmäler und Gedenktafeln sind meist mit Vorsicht zu genießen, weil meist nur die positiven Aspekte des Wirkens eines Politikers aufgezeigt werden. Wenn jemand, wie Landeshauptmann Dr. Josef Klaus, durch die Zerstörung wichtiger Schienenbahnen den Grundstein des heutigen Verkehrschaos gelegt hat, muss man auch das neben einer glorifizierenden Ehrung aufzeigen. Die historische Wahrheit muss zu ihrem Recht kommen!

Einstellung 1953 Rote Elektrische Südlinien, Einstellung 1957 Ischlerbahn

Die "Rote Elektrische", wie die Salzburger Bevölkerung die Salzburger Lokalbahn liebevoll genannt hat, wurde der unrealistischen Philosophie eine "autogerechten Stadt", der LH Klaus nachlief, "geopfert". Sie fehlt bis heute als leistungsfähiges innerstädtisches öffentliches Verkehrsmittel in Salzburg.

Die Salzkammergutlokalbahn, auch "Ischlerbahn" genannt, ist heute noch die bekannteste Eisenbahn der Welt, obwohl es sie seit über 60 Jahren nicht mehr gibt. LH Klaus meinte damals "über diesen alten Schrott redet in zwei Jahren niemand mehr". So kann man sich täuschen. Heute ist die Wiedererrichtung dieser Bahn realistischer, als in den letzten 63 Jahren. Da war die Tafel auf der Lok der Abschiedsfahrt schon weitblickender, als darauf das Wort "Wiedersehn" stand. Die Zerstörung der Bahn durch LH Klaus hat, v.a. im Salzkammergut, touristisch nachhaltigen Schaden hinterlassen!

Mit der Zerstörung (verniedlichend „Einstellung“ genannt) der Südlinie der Roten Elektrischen (Salzburger Lokalbahn) 1953 und der “Salzkammergutlokalbahn“, vulgo „Ischlerbahn“ 1957 hat Landeshauptmann Klaus den Grundstein für das seit Jahrzehnten andauernde Straßenverkehrschaos gelegt, das erst mit der Wiedererrichtung dieser beiden genannten Bahnen, als Teil des Regionalstadtbahn-Netzes, gelöst werden kann! Landeshauptmann Dr. Josef Klaus kann daher mit Fug und Recht als der „Urvater vom Verkehrschaos und vom Stau in der Stadt“ bezeichnet werden.

Fotoserie von links: Die "Rote Elektrische" bei der Haltestelle "Kiesel", in der Imbergstraße vor dem damaligen "Lifka-Kino" und im Bahnhof "Grödig"!

Fotoserie von links: Die "Ischlerbahn" vor dem Hotel "Lueg" am Wolfgangsee, Strecke entlang des Wolfgangsees und Güterzug im Bahnhof Thalgau.

50.000 Pkw-Fahrten pro Tag blockieren die Stadt

Nun mag man dem Herrn Landeshauptmann Dr. Klaus zugutehalten, er habe die Verkehrssituation über 60 Jahre später nicht einschätzen können. Nach der Einstellung der Roten-Elektrischen-Südlinie am 31.10.1953 brach einen Tag später bereits das Verkehrschaos aus, weil der Allerheiligenverkehr zum Kommunalfriedhof zusammenbrach und daher nochmals die Lokalbahnzüge bis „Kleingmain“ zum Friedhof gefahren werden mussten. Faktum ist aber heute, dass rund 50.000 Pkw-Fahrten täglich zu viel in der Stadt sind und diese erst wieder abgebaut werden müssen.

"Kleingmain" war die Haltestelle für die Fahrt durch die Stadt zum Kommunalfriedhof. Dorthin wurden zu Allerheiligen tausende von Friedhofsbesucher gebracht. Durch die von LH Klaus befohlene Zerstörung der Bahn, wäre am 1. November 1953 der Verkehr in der Stadt völlig zusammengebrochen, hätte man, trotz Einstellung der Bahn nicht doch noch den Friedhofsverkehr bis Kleingmain durchgeführt.

Heute ist das Verkehrschaos, für das LH Klaus die Basis gelegt hat, tagtägliche Realität. Trotz Busspuren steckt der Obus, der heute die Alternative zum Auto sein sollte, ebenfalls im Stau fest.

Endlich kommt der Lokalbahn-Innenstadttunnel

Besonders hervorzuheben ist, dass die politischen Nachfolger des Dr. Klaus erkannt haben, dass die „Rote Elektrische“, diesmal im Tunnel, wieder durch die Stadt in den Süden geführt werden muss. Wenn auch die Ischlerbahn wieder, nun als Teil des Regionalstadtbahn-Netzes, errichtet werden wird, wären die beiden verkehrspolitischen Kapitalfehler des Landeshauptmann Dr. Klaus, die Südlinien-Einstellung der Salzburger Lokalbahn und die der Ischlerbahneinstellung (SKGLB) getilgt. Erst dann kann man sich ruhigen Gewissens den anderen „Verdiensten“ von Landeshauptmann Dr. Josef Klaus widmen!

Ob "Rote Elektrische" SLB oder "Grüne Elektrische" k.bay.StB., die denkmalgeschützten historischen Triebwagen warten darauf, wieder in den Süden bis zum Königssee fahren zu können!

Mit der Projektgesellschaft Regionalstadtbahn Salzburg, vom Land Salzburg installiert, kommt die "Rote Elektrische" wieder. 2023 Baubeginn des Innenstadttunnels, 2025 Eröffnung bis Mirabell, 2027/28 Eröffnung bis Hallein!

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