Die Achenseebahn braucht Ihre Hilfe!

16. März 2020, 01:00 Uhr von Richard Fuchs

Die Achenseebahn ist ein bedeutendes Kulturerbe und die Chance für Mobilität in der Achensee-Region. Eine Grünpolitikerin zerstört diese Bahn, indem das Land Vereinbarungen nicht einhält. Handschlagsqualität ist keine politische Größe.

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Der Polit-Krimi "Achenseebahn-Zerstörung"

Wer glaubt, dass Politiker der Grünen sich für Umweltschutz einsetzen und dabei die Eisenbahn als probates Mittel zur Verhinderung des Klimawandels sehen, irrt gewaltig. Offensichtlich ist den Grünen die Umwelt völlig egal. Es geht nur darum an die Macht zu kommen und in der Politik mitzuspielen. Die Grünpolitikerin Felipe in Tirol, die dereinst die Grünen aus dem Parlament in Wien geschmissen hat, ist jetzt Landeshauptmann-Stellvertreterin in Tirol und offensichtlich fanatische Eisenbahnhasserin. Ihr „Lebenswerk“ ist wohl die Zerstörung der letzten reinen Dampfeisenbahn in Europa, die Achenseebahn. Sie hat wohl damit spekuliert, dass der Geschäftsführer bis 2013 der Achenseebahn, von sich aus, die Bahn in Richtung Konkurs treibt.

Der verantwortungsbewusste Aufsichtsratsvorsitzende der Bahn hat die Geschäftsführungspraxen des damaligen Vorstandes erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Es wurde ein neuer Vorstand Mag. Georg Fuchshuber geholt, der bis 2019 wieder die schwarzen Zahlen in die Bilanzen brachte. Er war vorher Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Tirol VVT und hat den gesamten ÖPNV in Tirol auf neue Beine gestellt.

SCHIENENVERKEHR IST KLIMASCHUTZ! Ob elektrisch moderne Triebwagenzüge oder historische Dampfzüge auf der Achenseebahn fahren, jeder Zug emittiert weniger als ein moderner Dieselbus. Dr. Serchinger aus München hat das nachgewiesen!

"Selbstzerstörung der Bahn" beendet

Mit dem neuen Vorstand wurde die spekulierte „Selbstzerstörung der Bahn“ unterbrochen und LH-Stv. Felipe lenkte die Gelder des Bundes für die Achenseebahn aus dem mittelfristigen Investitionsprogramm in die beiden anderen Schmalspurbahnen in Tirol um. Das war der Dolchstoß gegen die Achenseebahn, der jetzt, über sechs Jahre später, Wirkung zeigt.

Betriebskonzept von Vorstand Fuchshuber zur Modernisierung der Achenseebahn

Der neue Vorstand Fuchshuber begann sofort, wie er es beim VVT schon getan hat, ein gesamtheitliches integrales Betriebskonzept für die Achenseebahn zu erstellen. Dabei stand immer die grundlegende Generalsanierung der Achenseebahn im Vordergrund. Mit Gefahr im Verzug wurde der, seit Jahrzehnten vergammelte, Bahndamm der Steilstrecke und dessen komplett verstopfte Bachdurchlässe, wieder in Stand gesetzt. Dazu wurde erstmals in der Geschichte der Bahn ein Bahnerhaltungsfahrzeug, in Form eines multifunktionsfähigen Traktors (wie ein „Schweizermesser“) beschafft.

In der Steilstrecke war im Jahr 2013 bereits Gefahr in Verzug. Das jahrzehntelange Vergammeln lassen der Achenseebahn durch die Vorstände vor 2014 hat die Bachdurchlässe verstopft und damit die Gefahr der Grundwasserdrücke gegen den Bahndamm erhöht. Die Anschaffung eines Multifunktions-Traktors ermöglichte erstmals seit fast 130 Jahren professionelle Bahnerhaltungsarbeit.

Kernstück der Modernisierung ist der Ausbau zur modernen elektrischen Nahverkehrsbahn

Die Bahn sollte auf mehrere wirtschaftliche Standbeine gestellt werden. Ein wesentlicher Teil im Betriebskonzept ist die Neuorganisation der Busverkehre im Achental, in Abstimmung auf eine für den modernen elektrischen Nahverkehr adaptierte Achenseebahn.

Das Kernstück des Modernisierungsprogrammes ist die Elektrifizierung der Achenseebahn zu einer leistungsstarken und raschen Nahverkehrsbahn, mit Verlängerung bis Pertisau. Mit der Modernisierung der Appenzellerbahn in der Schweiz wurden fünf bestens erhaltene Zahnrad-Nahverkehrstriebwagen-Züge (je Trieb- und Steuerwagen) frei und konnten zu einem sagenhaft günstigen Preis, inklusive Ersatzteile, erworben werden.

Die Modernisierung der Fahrzeugflotte auf der Appenzellerbahn in der Schweiz ermöglichte die einmalige Chance, die bisherigen Triebwagenzüge von der Achenseebahn anzukaufen. Die 2018 durchgeführten spektakulären Transporte aus dem schweizerischen Gais im Appenzell nach dem tirolerischen Jenbach erregten starkes Aufsehen.

Mit diesen elektrischen und umweltfreundlichen, weil abgasfreien, Nahverkehrstriebwagen könnten die Fahrgäste zum Achensee in der halben Zeit und staufrei befördert werden. Damit könnten die Bewohner der Region, ohne im Stau zu stehen, rasch und sicher von Jenbach nach Eben, Maurach und Pertisau gelangen. Die Gesamtfahrzeit von Jenbach bis Pertisau-Karwendeltäler beträgt 23 Minuten. Das ist eine Fahrzeit, die derzeit mit keinem Verkehrsmittel erreicht werden kann! Dieser moderne umweltfreundliche Nahverkehr, der auch den Stau auf der Straße vermindern kann, wäre innerhalb weniger Wochen zu realisieren.

Das Elektrifizierungskonzept für die Achenseebahn von Vorstand Mag. Fuchshuber war sehr detailliert und ausgeklügelt. Die Trasse wurde vermessen und zeigte, dass moderner Schienennahverkehr auch zum Achensee, ohne größere Eingriffe in die Landschaft, möglich gewesen wäre. Sie hätte staufrei die Mobilität erhöht. Die Perlenschnur zeigt die Fahrzeiten der Nahverkehrsbahn Achenseebahn zum Achensee.

Politischer Widerstand und fanatisierte Eisenbahngegner

Als der erste Appenzeller-Triebwagen in Tirol eintraf, war die Reaktion eines Bürgermeisters erschütternd. Nicht, dass er erfreut gewesen wäre, dass so preisgünstig die Möglichkeit der Mobilitätssteigerung in der gesamten Region möglich geworden ist, hat er den Achenseebahn-Vorstand beschimpft. Die Gerüchtebörse und die fanatisierten Eisenbahngegner fühlten sich bemüßigt eine Hetzkampagne zu starten, die Graffiti-Schmierer veranlasste, die Appenzellerbahn-Fahrzeuge zu verunstalten. Diese Schmierereien spiegeln die Stimmung der Politik gegen die Achenseebahn anschaulich wider!

Die Graffiti-Schmierereien sind "zufällig" aufgetreten, als die eisenbahnfeindlichen Hetzkampagnen der Eisenbahngegner gegen die Achenseebahn ausgebrochen sind. Bemerkenswert ist die Selbstdeklaration "Ich bin n' richtiger Assi" (Kurzform von "Assozialer") auf einem der Wagen.

Handschlagsqualität ist keine Tiroler Tugend!

Nachdem Tiroler Politiker der SPÖ, FPÖ und, unglaublich, der Grünen versucht haben, zu Endes des Jahres 2018, in einer gemeinsamen Pressekonferenz, die Wichtigkeit der Achenseebahn und dessen Notwendigkeit zur Modernisierung, mit Nachdruck, zum Ausdruck gebracht haben, wurde im Februar 2019 im Tiroler Landtag eine sog. „kurzfristige Überbrückungshilfe“ von 1,2 Millionen Euro beschlossen. Von „kurzfristig“ konnte gar keine Rede sein, weil erst Ende des Jahres davon Teilbeträge flossen. Bereits die Betriebssaison 2019 der Achenseebahn wurde die Bahn vom Land finanziell ausgehungert und auch die sog. „Überbrückungshilfe“ in Frage gestellt. Der Gesamtbetrag von 1,2 Mio. Euro wurde bis Jahresende 2019 immer noch nicht zur Gänze an die Bahn überwiesen. Betrachtet man dieses Agieren des Landes Tirol, muss man erkennen, dass die Handschlagsqualität der Politiker nichts wert ist. Was Politiker in dieser Zeit verbal für Ungeheuerlichkeiten von sich gegeben haben, konnte in einer Veranstaltung in Rotholz gehört und in Zeitungsartikeln nachgelesen werden.

Das Todesurteil über die Achenseebahn

Am Dienstag 10. März 2020 vollführte die Landeshauptmann-Stellvertreterin Felipe den endgültigen Dolchstoß gegen die Achenseebahn, in dem die offenen und allfälligen weiteren Landeszahlungen an die Achenseebahn ersatzlos gestrichen wurden. Nachdem die an diesem Tage abgelaufenen ungeheuerlichen Vorkommnisse in der Tiroler Tageszeitung vom 11. März 2020 akribisch beschrieben wurden, braucht hier das nicht auch noch zusätzlich bewertet werden.

Jeder kann und soll helfen, Petition und Geldspenden

Als eine Art Hilfeschrei haben die Mitarbeiter der Achenseebahn eine Internet-Petition gestartet, die bereits innerhalb von 1 ½ Tagen 2.000 Unterstützer gefunden hat, wobei das Ziel ist 4.000 Tirolerinnen und Tiroler als Unterstützer zu finden. An dieser Stelle wird dazu aufgerufen, diese Petition, sozusagen im Schneeball-System, weiterzuleiten an Freunde, Bekannte, Verwandte und an alle, die sich der Eisenbahn verbunden fühlen. Wer Verwandte und Bekannte in Tirol hat, sollte diese unbedingt informieren:

1.000 Tausender sind 1 Million, die die Bahn rettet!

Der Folder des "Achenseebahn-Fördervereines 1000 Tausender" erklärt die Möglichkeit der Teilnahme und Unterstützung der Achenseebahn. Er ist im Verein in 6200 Jenbach Bahnhofstraße 1-3 erhältlich.

Die Idee des Fördervereines 1.000 Tausender ist, dass 1.000 Personen, die 1.000 Euro spenden, die Bahn retten können. Nach der Kindesweglegung durch das Land Tirol, die die Bahn an der langen Hand verhungern lassen will, müssen Freunde und Unterstützer der Bahn diesen Weg mitgehen. Auch Vereine, Stammtischrunden und sonstige Gruppen können zusammen in Teilbeträgen á la 10 Personen je 100 Euro spenden. Es muss nur dann ein Gruppensprecher namhaft gemacht werden. Adressat ist der „Achenseebahn-Förderverein 1000 Tausender e.V.“ 6200 Jenbach unter

IBAN AT75 2051 0003 0006 3021

Eine Woche vor dem Todesurteil durch das Land Tirol wurden die fabriksneuen Schmalspurweichen für die Achenseebahn in Eben am Achensee und in Jenbach angeliefert. Durch den nachträglichen Geldentzug durch das Land ist derzeit nicht an den notwendigen Einbau dieser Weichen zu denken.

Die neuen Weichen sind geliefert, aber das Geld für den Einbau fehlt!

Die Weichen für die Flachstrecke, die unbedingt saniert werden muss, sind bezahlt und geliefert. Das kurzfristige Todesurteil, ausgesprochen von Frau LH-Stv. Felipe am 11. März 2020, verhindert die Arbeiten zum Einbau und damit die zeitgerechte Inbetriebnahme des Verkehrs im April. Die Konsequenzen kann sich jetzt jeder selbst ausmalen.

SCHIENENVERKEHR IST KLIMASCHUTZ! Ob elektrisch moderne Triebwagenzüge oder historische Dampfzüge auf der Achenseebahn fahren, jeder Zug emittiert weniger als ein moderner Dieselbus. Dr. Serchinger aus München hat das nachgewiesen! Diese Untersuchung kann hier im PDF-File nachgelesen werden!

Drei Dampfzüge der Achenseebahn haben weniger Abgase als ein Dieselbus!

Auch wenn ein Dampfzug raucht, was man sieht, hat er wesentlich weniger Abgase und Feinstaub, die man nicht sieht, als ein moderner Dieselbus. Zu dieser Problematik gibt es eine Untersuchung von Dr. Serchinger:

Serchinger: "Stückkohlegefeuerte Dampflokomotiven emittieren keinen Feinstaub!"

Der letzte Zug des Jahres 2018 ist symptomatisch für die düstere Stimmung bei der Achenseebahn. Auf Transparenten, die fanatisierte Eisenbahngegner verbrennen wollten und dabei scheiterten, ist der Wunsch nach der Zukunft der Achenseebahn nachzulesen!

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